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Fusion

Weil die Stadtmusik als Verein nicht mehr funktionierte, fusionierte sie mit dem Blasorchester Berner Oberland.

Das Ende der Thuner Stadtmusik zeichnete sich schon seit drei Jahren ab. Da sich die Zahl der MusikantInnen ständig reduzierte, versuchte man Gegensteuer zu geben. So wurden 60 Ehemalige persönlich angefragt, ob sie wieder mitspielen wollten. Aber ausser einem winkten alle ab. Und dieser sagte, er komme nur, falls Not bestehe.

Es wurde auch immer schwieriger Leute zu finden, die im Vorstand mitarbeiteten. Zwar führte Präsident Peter Berger schon vor zwölf Jahren die Regel ein, dass man sich mit zwei Vizepräsidenten absicherte, und jeder wusste, dass er nach dem Vizepräsidium auch für vier Jahre das Präsidium übernehmen musste. Aber das funktionierte nur noch in der Amtszeit von Peter Blättler und Werner Stauffer. Für den letzten Präsidenten Walter Leemann dagegen fand sich im Herbst 1999 kein Nachfolger. Als man in der Hauptversammlung weder einen Präsidenten noch einen Vizepräsidenten fand, trat auch der restliche Vorstand zurück.

Auf den Vorschlag von Walter Leemann wurde in dieser Notsituation eine Arbeitsgruppe gegründet. Leemann erkundigte sich auch bei den drei anderen Thuner Musikvereinen, ob sie an einer Fusion interessiert seien. Die Antwort war klar, von Allmendingen bis Strättligen hätte man die Stadtmusik gerne übernommen. Aber man war nicht willens, in einer Fusion den eigenen Namen preiszugeben und für die zusammengeführte Musik einen neuen Namen zu suchen. Die Arbeitsgruppe befasste sich deshalb im letzten Jahr mit drei Varianten: Es würde sich ein neuer Präsident finden lassen; der Verein würde mit einer anderen Blasmusikformation fusionieren; oder der Verein würde liquidiert.

An einer Vereinsversammlung im letzten Jahr wurden die Weichen gestellt, dass sich die Arbeitsgruppe auf die Fusionsvariante konzentrieren solle. Als möglicher Partner bot sich das Blasorchester Berner Oberland an, das seit 1997 bestand. Mit ihm gründete die Stadtmusik Thun im Dezember 2000 den Verein Blasorchester Oberland-Thun, dem das Blasorchester als Untergruppe angegliedert ist.«Gemäss Statuten könnte man auch eine Marschmusik oder eine Bauernkapelle gründen», erklärte Präsident Walter Leemann. «Nur muss, wer die Idee hat, die Sache selbst in die Hand nehmen.» Das Blasmusikorchester Thun-Oberland ist eine Formation, die sich für jedes Projekt neu zusammensetzt.

hz - Thuner Tagblatt, 12. April 2001

 

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