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Vielfalt

Nach acht Proben in sinfonischer Besetzung bot das Blasorchester Berner Oberland im Schadausaal in Thun ein anspruchsvolles Blasorchesterkonzert mit einer grossen klanglichen Vielfalt.

Es war ein Genuss, den anspruchsvollen ersten Satz der «Armenian Dances» des 80-jährigen Komponisten Alfred Reed zu hören. Amateure, Musikstudentinnen und -studenten sowie Berufsmusiker nutzten ihre reichhaltige und ideale Blasorchesterbesetzung, um den inneren Gehalt und die klangliche Vielfalt auszudrücken. Mit rhythmischer Lebendigkeit, umspielten Verzierungen, lyrischer Ausdruckskraft bis zu einer breit angelegten und majestätischen Melodik wurden die armenischen Volksweisen in den Holz- und Blechregistern, wirkungsvoll unterstützt mit dem Schlagzeugregister, gespielt.

Lustig
Etwas eigenartig, aber lustig, liess sich der Konzertmarsch «Country Band» anhören. Amerikanische Volksweisen erklangen unmittelbar nacheinander oder übereinander verlagert, so dass erwünschte Dissonanzen Spannungen hineinbrachten.Bekanntere und festliche Klänge ertönten in Richard Wagners «Elsas feierlicher Zug zum Münster» und Philip Sparkes «Music for a Festival».Der «Hirtentanz» liess einen kleinen Ausschnitt Volksmusikgut des Australiers Percy A.Graininger durchblicken.

Nicht alltäglich
Ein Höhepunkt war das dreisätzige Werk «The Sword and the Crown» von Edgar Gregson. Dem Dirigenten Christopher M.Joynes gelang es mit seiner englischen Gelöstheit ein farbiges und differenziertes Musizieren herauszuholen.Gregorianischer Gesang, Blockflöte, Harfe, Klavier, Englischhorn und doppelt besetzte Kesselpauken-Sätze äusserten sich als musikalische Kostbarkeiten.
Der Komponist versetzte sich in eine turbulente Zeit, wo Kampf und Macht zwischen englischer und französischer Truppe herrschte, wo er symbolisch das Schwert und die Krone musikalisch umschreibt.

hms - Thuner Tagblatt, 20. Februar 2001

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