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2002

In Spiez und Thun spielte das Blasorchester Oberland Thun - unter anderem auch exquisite Filmmusik.

Anspruchsvolle und erlebnisreiche musikalische Leckerbissen bot das Blasorchester Oberland Thun (Boot) - die ehemalige Stadtmusik Thun - im Lötschbergsaal Spiez. Dies nach drei Wochen Probearbeit und einem Konzert im Schadausaal Thun. Damit setzte es bereits wieder den Schlusspunkt zu einem vierwöchigen Projekt. Bereits in den drei Akten (Sätzen) der Theatre Music von Philip Sparke waren die Musiker und Musikerinnen gefordert und konnten die klangliche und reichhaltige Vielfalt des Blasorchesters einsetzen. Nach einer festlichen Fanfare stimmten Klarinette, Horn und Saxofon die fröhliche Melodie der Ouvertüre an, welche von verschiedenen Registern übernommen wurde.

Nach zarten Soloeinsätzen von Flöten und Altsaxofonen und später Oboe übernahm die Trompete ein weiteres Thema, welches nach einem Tutti ruhig und friedlich ausklang. Markant, lebendig und spukhaft in kanonischen Einsätzen endete das Finale. Einfühlsam von weich bis stürmisch, unruhig und dissonant, mit chromatischen Läufen, kurzen spannungsvollen Einsätzen interpretierte das Boot die Tondichtung «Resurgam» von Eric Ball, welche den Tod der Schwester des Komponisten musikalisch ausdrückt.

Nicht aufdringlich
Für einmal gab es nicht aufdringliche Soundtracks zu hören, denn John Williams gehört zu den wenigen Filmkomponisten, die es verstehen, zwischen der notwendigen Gefühlsuntermalung für Filmszenen und der vom Film gelösten, rein musikalischen Unterhaltung zu wandeln.

Action, Spannung, Leid sowie Liebe fehlen ebenso wenig wie Williams' gut einprägsame Hauptthemen heroischer Natur, die sehr dynamisch mit kräftigen Blechbläsereinsätzen versehen sind. Nebst dem Trompetensolo von Toni Cimarosti erbrachten Harfenklänge, Kontrabass, Perkussion und E-Piano eindrückliche Wirkungen.Dirigent Ludwig Wicki gelang es mit seinem musizierfreudigen Blasorchester, unglaublich harmonische, sanfte und rührende Motive zur Geltung zu bringen.

Heidy Mumenthaler - Thuner Tagblatt, 1. März 2002

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