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2003

Mit einem spannungsvollen Programm trat das Blasorchester Oberland Thun in Spiez auf. Es überzeugte mit fantasievollen, rhythmischen und harmonischen Spielereien. Und selbst Godzilla liess grüssen.

Nach insgesamt sechs Proben war es Dirigent Ludwig Wicki möglich, am Konzert im Spiezer Lötschbergsaal viele technische und musikalische Feinheiten mit dem Blasorchester Oberland Thun (BOT) herauszuholen. Spannende und abwechslungsreiche Blasmusikwerke standen auf dem Programm, mit denen die engagierten Amateure zusammen mit MusikstudentInnen und BerufsmusikerInnen den Klangkörper des Blasorchesters ausschöpften. Mit der kontrastreichen Literatur stellten sie auf eindrückliche Weise die Vielseitigkeit des BOT unter Beweis.

Armenische Volksweisen
Nach der fulminanten Eröffnung interpretierte das Orchester drei auf armenischen Volksweisen basierende Tänze von Alfred Reed. Ein Bauer rief Berge für leichten Wind, die ihn von seinen Sorgen und seinem schweren Leben befreien sollten, an. Leichtfüssig und beschwingt erklang der Hochzeitstanz. Der dritte Satz, der Landschaft der Provinz Lori gewidmet, begleitet einen Bauern bei seiner Arbeit, dessen Pflügen, Antreiben der Kühe und Ausrufe musikalisch umgesetzt wurden. Auffallend war, wie es Wicki zusammen mit seinen Musikern gelang, die synchronen Läufe, Takt- und Tempowechsel zusammenzuschweissen.
Heikle Passagen und Einsätze wurden mit Spielfreude in bester Manier überwunden. Die Ausführenden waren stets bemüht, dynamische Spannungsbögen und Intensität zur Geltung zu bringen.

Nicht für schwache Nerven
Verschiedene Überraschungen wurden zu Gehör gebracht. So gab es bei «Godzilla Eats Las Vegas» viele Ausdrucksmittel, um die Gruselgeschichte der 60 000 Tonnen schweren Echse, die mühelos Hochhäuser dem Erdboden gleichmachte, im Saal zu verbreiten. Sei es Hundegebell, angstvolle Schreie, das Stampfen der Füsse einer heranmarschierenden Armee oder das Zuprosten mit Gläsern, wo der Triumph über das Böse gefeiert wurde, sowie viele fantasievolle rhythmische und harmonische Spielereien.

Am Sonntag, 9.März, ist das BOT um 17 Uhr noch einmal im Schadausaal Thun zu hören.

Heidy Mumenthaler - Thuner Tagblatt, 4. März 2003

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