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Podiumsdiskussion

Das Blasorchester Oberland Thun will mit wenig administrativem Aufwand ambitionierte Amateure und angehende Berufsmusiker ansprechen. Dirigent Ludwig Wicki wurde in einem Podiumsgespräch hoch gelobt.

Bevor diskutiert wurde, gab es einen kurzen Rückblick. Vereinspräsident Walter Leemann verriet interessante Details zur Entstehung, zu Ziel und Zweck des 1997 entstandenen Projektes Blasorchesters Oberland Thun. Das Orchester wurde auf privater Basis von den Initianten und Ideenträgern Markus Zenger und Patrik Marti ins Leben gerufen. Zuerst lief das Projekt unter dem Namen Blasorchester Berner Oberland. Seit der Trägerverein, der im Dezember 2000 aus der Fusion der Stadtmusik Thun hervorging, besteht, heisst es Blasorchester Oberland Thun. Mit kurzen Probezeiten und zwei Konzerten pro Jahr sind die Aktivitäten des zehnjährigen Blasorchesters Oberland Thun (BOOT) zeitlich begrenzt. Somit ist es möglich, dass die Mitglieder nach wie vor bei ihrem Stammverein aktiv musizieren können. Der Verein besitzt zeitgemässe Strukturen, die ein Minimum an administrativem Aufwand und Verpflichtungen beinhalten. Das bewusst hoch gehaltene Niveau bietet ambitionierten Amateuren und angehenden Berufsmusikern die Möglichkeit, anspruchsvolle Werke einzustudieren und solistische Aufgaben zu übernehmen. Musiklehrer nutzen die Chance, in einem voll ausgebauten Orchester in ihrer Region zu musizieren und Kontakte mit Schülern zu knüpfen oder zu festigen.

Keine Konkurrenz
Das Berner Oberland weist viele gute Blasmusikvereine mit unterschiedlichen musikalischen Zusammensetzungen und Aufgaben auf. Was jedoch in der Region fehlte, war ein Gefäss, in dem sich versierte Instrumentalisten in der Sparte Blas-orchester voll entfalten können. Ein wichtiges Ziel des Orchesters wird beibehalten: bestehende Blasmusikvereine sollen nicht konkurrenziert werden. Das BOOT konnte seit der Gründung von verschiedenen Dirigenten profitieren. Seit 2003 leitet Ludwig Wicki die alljährlichen Projekte des Blasorchesters Oberland Thun. Seine feinfühlige Art im Umgang mit Menschen und der ungebrochene Drang, stets das Maximum herauszuholen, begeistern die Musiker und das Publikum. Die ungebremste Motivation verbunden mit enormem Tatendrang ist bei Proben und Konzerten spürbar vorhanden.

«Es macht Spass»
«Ohne Druck, dafür mit positiver Ausstrahlung kann er uns durch schwierigste Passagen mitreissen. Es macht riesigen Spass, Ludwig Wicki zu erleben. So ist es mehr als verständlich, dass wir ihn enger an uns binden möchten», ist ein wichtiges Anliegen des gut eingespielten Teams. In einem Podiumsgespräch wurden am Sonntagnachmittag mit Präsident Walter Leemann, Dirigent Ludwig Wicki und Patrik Marti, unter der Moderation von Stadträtin Ruth Lengacher, einige spannende Punkte über die Aussichten und Zukunft des BOOT angesprochen. Ein Prozess mit Gewinn ist es für den jungen talentierten Musiker und Komponisten Patrik Marti: «In kurzer Zeit ein gutes Programm erarbeiten und Erfahrungen mitnehmen.» Auf die Frage, wie Dirigent Wicki bei seinen vielen Aufgaben alles unter einen Hut bringt: «Solange Musik eine Leidenschaft ist, kann man sie zum Beruf machen. Da es eine grosse Bereicherung ist, bin ich gerne in verschiedenen Bereichen tätig.»

hms - Thuner Tagblatt, 20. Februar 2007

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