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2014

Spiez: Das Blasorchester Oberland Thun erfreute in Spiez und Thun mit hochstehenden Melodien zum Thema «Mystische Orte». Dabei wurde das Werk «Pictures from Hawaii» vom Obwaldner Komponisten Sami Lörtscher uraufgeführt.

Seit 1997 treffen sich jeweils Anfang Jahr rund sechzig engagierte Amateure, Musikstudierende und Profimusiker, um auf hohem Niveau Musik zu einem bestimmten Thema einzustudieren. Dabei tragen sie den Namen Blasorchester Oberland Thun (Boot). In diesem Jahr stand das Projekt unter der Leitung von Hervé Grélat und war mit «Mystische Orte» betitelt. Am Wochenende wurden die spannenden und vielschichtigen Legenden und Sagen in Spiez und Thun intoniert.

«Gedanken und Seelen sind immer auf Reisen»
Mit «Festive Fanfare» von Oliver Waespi wurde das Publikum begrüsst und auf die anschliessenden Darbietungen eingestimmt. Voller Energie und Bewegung erklang der Auftakt zu «Traveler» von David Maslanka. Wie Moderatorin Sandra Christen erläuterte, dachte der Komponist an die Lebensreise und äusserte sich dahingehend, dass unsere Gedanken und Seelen immer auf Reisen seien. Dementsprechend war auch das Stück, einmal aufbrausend und aggressiv, dann wieder lieblich mystisch eingefärbt. Die vielschichtigen Strukturen wurden von den Registerwechseln hervorragend hervorgehoben.

Mystisches Hawaii: Kälte, Hitze, Regenwald und Vulkane
Einer der Höhepunkte war die Uraufführung der Auftragskomposition für das Boot, «Pictures from Hawaii», des Oberwiler Komponisten Sami Lörtscher. Mit der Bezeichnung Uraufführung mochte er sich zwar nicht so recht anfreunden. «Eine Komposition wird erst bei der Intonation endgültig kreiert, also ist es eine Kreation», sagte er im Interview mit Sandra Christen. Mit Perkussion, Soli und Volumenwechseln wurden die Kontraste Hawaiis, vom kalten Morgen zur Hitze des Tages, vom Regenwald zur Ödlandschaft bis zum brodelnden Vulkan mit der aufschäumenden Brandung musikalisch umgesetzt. Ein beeindruckendes Klangerlebnis in vielen Stimmungsbildern.
Das intensiv von den Platteninstrumenten geprägte «Kármán Line» weckte Begeisterung beim Publikum im zu zwei Dritteln besetzten Lötschbergsaal. Die melancholische Intensität bei Corsian Litany steigerte sich zum Schluss zum grollenden Racheschwur. Im Konzert, das mit «Loch Ness» abgeschlossen wurde, beeindruckten vor allem Solisten wie Daniel Arni, Fagott, Cornelia Kindler, erste Klarinette, und Michel Sterckx, Posaune. Aber auch Ines Häusler, Flöte, und Sami Lörtscher, Trompete, trugen viel zum Gelingen des Konzertes bei.

Verena Holzer - Thuner Tagblatt, 18. Februar 2014

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