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2016

THUN Chorsinfonisches Programm mit Musik von amerikanischen und engli-schen Komponisten: Das Blasorchester Oberland Thun bot mit dem Vokalen-semble Ardent hochstehende Blasmusik, verwoben mit leidenschaftlichem Gesang.

Erstmals in seiner 19- jährigen Geschichte tritt das Blasorchester Oberland Thun (Boot) an zwei Sonntagen auf. Im KK Thun folgten über 400 Besucher der Einladung. Mit 53 Musizierenden und 42 Singenden entführten das Boot und das Vokalensemble Ardent mit unterschiedlichen Besetzungen in abwechslungsreiche Werke amerikanischer und englischer Komponisten.

Dirigent Patrick Secchiari gelang es in leichter Manier, die beiden Klangkörper experimentell und witzig zu vereinen. Perpetuum-mobile-ähnlich stimmten Chor und Blasorchester in die Sternstunde hoher vokaler und bläserischer Kunst ein. Ein bewegendes Werk präsentierte das Ensemble Ardent in den Gängen des Saals aufgestellt mit «O Magnum Mysterium». Das Mysterium von Christi Geburt kam in den reichen gesanglichen Klangfarben eindrücklich und bewegend zum Ausdruck. Ein Gewitter zog in «Cloudburst» (Wolkenbruch) auf. Die Sänger, Perkussionisten und Pianist Christoph Zbinden stellten den Ablauf eines Gewitters spannungsvoll dar. Musizierende, Singende und Zuhörende überlebten gar eine Geisterfahrt («Ghost Train») mit einer übernatürlichen Lokomotive durch den Westen der USA. Mit reichhaltigen Spezialeffekten führte der Zug im dynamisch wiedergegebenen Stück durch lebendig akustische Bilder und abwechslungsreiche Landschaften.

Ein A-capella-Gebet
Bravo-Rufe wiederholten sich im Saal auch nach der dreiteiligen, erfrischenden English Folk Song Suite von Vaughan Williams. Neun verschiedene Volkslieder wurden im Wechsel durch die Holz- /Blechbläser- und Perkussionsregister vorgestellt. Sphärisch berührend und in seiner Kürze originell wirkte ein a capella-vorgetragenes, altes englisches Gebet von John Rutter. Eine weitere Glanzleis-tung vollbrachten die Aufführenden zum Abschluss mit Rutters «Gloria». Sami Lörtscher glückte ein Arrangement, in welchem alle Instrumente des Boot und die Chorstimmen zur Klangfülle beitrugen. Die Pfeifen der Kirchenorgel wurden eindrücklich auf das Instrumentarium verteilt. Als spezieller Ohrenschmaus entpuppte sich die Zugabe John Williams‘ «Hymne der Gefallenen». Die hervorragende Stimmung unter den Mitwirkenden kam gut ins Publikum rüber. Und ein Bläser ergänzte: «auf unsere Leistung sind wir auch ein bisschen stolz».

Heidy Mumenthaler - Berner Oberländer und Thuner Tagblatt, 23. Februar 2016

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